Mayonnaise und hausgemachte Dips gehören zu den unverzichtbaren Begleitern zahlreicher Gerichte rund um den Globus. Ob zu knusprigen Fischstäbchen, frischem Spargel, saftigen Burgern oder als Grundlage für vielfältige Party-Saucen – selbst hergestellte Mayonnaise verleiht vielen Speisen das gewisse Etwas. In der heutigen hektischen Welt sind Fertigsaucen zwar praktisch, doch das eigene Anrühren von Mayonnaise und Dips bietet nicht nur frischen Geschmack, sondern auch die Kontrolle über Zutaten und Aromen. Zudem eröffnet das Selbermachen unzählige Möglichkeiten der individuellen Verfeinerung und Experimentierfreude. Wer den Schritt wagt, Mayonnaise selbst herzustellen, wird schnell merken, wie einfach und lohnend dieser Küchenklassiker ist. Mit nur wenigen Zutaten und etwas handwerklichem Geschick lassen sich köstliche Saucen zaubern, die jeden Gaumen erfreuen.
Die Basiszutaten sind einfach, doch die Kunst liegt in der richtigen Mischung und Technik. Frische Eier, mildes Öl, Senf und Zitronensaft bilden das Grundgerüst einer gelungenen Mayonnaise. Doch die Vielfalt zeigt sich in der Vielfalt der Dips und Saucen, die daraus entstehen: von Kräuter-Mayonnaise über pikante Cocktailsauce bis zu asiatisch inspirierten Varianten. Schritt für Schritt begleitet dieses umfangreiche Rezept Sie durch die Herstellung, gibt Tipps zur Vermeidung typischer Fehler und zeigt, wie Sie Ihre selbst gemachten Mayonnaise-Dips kreativ verfeinern können.
Das klassische Mayonnaise-Rezept selbst herstellen: Zutaten und Zubereitung für perfekte Ergebnisse
Die selbst hergestellte Mayonnaise ist ein kulinarisches Highlight, das mit wenigen Zutaten gelingt, aber einige wichtige Regeln verlangt, um die richtige Konsistenz und den vollen Geschmack zu erzielen. Das Grundrezept umfasst frische Eigelbe, senfhaltigen Geschmack, Zitronensaft für frische Säure, Salz, Pfeffer und ein neutrales Öl wie Sonnenblumen- oder Rapsöl.
Ein entscheidender Schritt ist das langsame Einrühren des Öls. Um eine stabile Emulsion zu erreichen, geben Sie das Öl zunächst tropfenweise zu Eigelb, Senf und Zitronensaft, während Sie ständig und kraftvoll rühren. Erst wenn die Mischung beginnt, sämig und cremig zu werden, können Sie das Öl in einem dünnen Strahl unterrühren. Dieser Prozess sorgt dafür, dass sich das Öl mit den anderen Zutaten verbindet und keine Flüssigkeit oder Fettabscheidungen entstehen.
Die Verwendung von Zutaten bei Raumtemperatur ist eine häufig unterschätzte Voraussetzung. Kalte Eier oder Öl können dazu führen, dass die Emulsion gerinnt und die Mayonnaise nicht fest wird. Ebenso ist der Verzicht auf kalt gepresste Öle ratsam, da diese oft einen bitteren Geschmack verursachen, der das fertige Produkt beeinträchtigt.
In der Praxis sieht die Zubereitung folgendermaßen aus:
- Trennen Sie zwei frische Eigelbe in eine Rührschüssel und geben Sie zwei Teelöffel Senf sowie zwei Teelöffel Zitronensaft dazu.
- Verrühren Sie die Mischung mit einem Schneebesen oder Handrührgerät gründlich.
- Fügen Sie nun zuerst einige Tropfen Öl hinzu und rühren Sie dabei ununterbrochen.
- Wenn eine cremige Konsistenz entsteht, das restliche Öl langsam in einem dünnen Strahl unterschlagen.
- Mit Salz, Pfeffer und nach Belieben weiteren Gewürzen abschmecken.
Für Einsteiger ist die Verwendung eines Handrührgeräts mit Schwingbesen oder sogar eines Stabmixers sehr zu empfehlen. Letzteres ermöglicht die Herstellung einer Mayonnaise in unter einer Minute, ideal für spontane Kochaktionen.
Wichtig ist, dass Sie die Mayonnaise nach dem Anrühren kühl stellen und innerhalb von maximal einem Tag verbrauchen, da rohe Eier verwendet werden und die Haltbarkeit begrenzt ist. Sollte die Mayonnaise zu flüssig geraten, kann sie mit etwas Senf und erneuten Rühren in einer separaten Schüssel gerettet werden – ein praktischer Trick, um Missgeschicke zu vermeiden.
Das klassische Rezept bildet die Grundlage, auf der unzählige kreative Varianten aufgebaut werden können – von einer Leinwand für Gewürze bis hin zu aromatischen Kräutern.

Kreative Variationen und Verbesserung: Mayonnaise mit Kräutern, Gewürzen und außergewöhnlichen Zutaten fein abstimmen
Hausgemachte Mayonnaise bietet nicht nur geschmackliche Freiheit, sondern lädt geradezu zum Experimentieren ein. Mit verschiedenen Kräutern, Gewürzen und Ergänzungen erhält jede Sauce eine ganz eigene Persönlichkeit. Frische Kräuter wie Schnittlauch, Petersilie, Basilikum oder Dill passen hervorragend zu Mayonnaise und können einfach untergerührt werden, um den Geschmack zu beleben.
Wer es würziger mag, greift zu Knoblauch, der entweder frisch gepresst oder als feines Pulver zugesetzt werden kann. Knoblauch-Mayonnaise, auch als Aïoli bekannt, ist eine mediterrane Spezialität, die hervorragend zu Fischgerichten, Gemüse oder Kartoffeln passt.
Gewürze wie Paprika, Curry oder Chiliflocken bieten eine weitere geschmackliche Tiefe und ermöglichen Schärfe oder exotische Nuancen. Ebenso eröffnen kleine Zugaben wie Kapern, fein gehackte Essiggurken oder Sardellenfilets den Weg zu klassischen Dips wie Tartarsauce oder Remoulade.
Der Vorteil an der individuellen Herstellung ist die Kontrolle über die Schärfe, Säure und Süße. So lässt sich eine süßliche Mayonnaise mit Honig, eine fruchtige Version mit Orangensaft und Orangenschale oder eine exotische asiatische Variante mit Limettensaft, Ingwer und Chili kreieren.
Die nachfolgende Tabelle zeigt einige beliebte Mayonnaise-Varianten, ihre typischen Zutaten und passende Kombinationen mit Gerichten:
| Mayonnaise-Variante | Zutaten | Passt gut zu |
|---|---|---|
| Kräuter-Mayonnaise | Frische Kräuter (Petersilie, Schnittlauch, Dill) | Gegrilltes Gemüse, Kartoffelsalat, Fisch |
| Kapern-Mayonnaise | Kapern, Zitronensaft | Roastbeef, Fischgerichte, Fondue Chinoise |
| Knoblauch-Mayonnaise (Aïoli) | Knoblauch, Zitronensaft, Olivenöl | Pommes Frites, Gemüse, Bouillabaisse |
| Orangen-Mayonnaise | Orangensaft, Orangenschale, Tabasco | Geflügel, Crevetten, Salate |
| Asiatische Mayonnaise | Limettensaft, Ingwer, Chili, Honig | Reisgerichte, asiatische Wraps, Fisch |
Diese Möglichkeiten machen deutlich, wie vielseitig Mayonnaise als Basis dient. Gerade Dips für Partys oder spezielle Anlässe profitieren von persönlichen Geschmacksnoten, die mit frischen Zutaten hausgemacht erreicht werden. So wird der Dip nicht nur zum Beilageartikel, sondern zum geschmacklichen Höhepunkt.
Dips und Saucen auf Mayonnaise-Basis: Beliebte Rezepte und deren ideale Verwendung
Mayonnaise dient als Grundlage für viele weitere Saucen, die sowohl in der heimischen Küche als auch in der Gastronomie ihre große Beliebtheit genießen. Klassiker sind unter anderem die Tartarsauce, die Cocktailsauce, Remoulade und diverse Currysaucen.
Die Tartarsauce beinhaltet neben Mayonnaise fein gehackte Essiggurken, Zwiebeln, Kapern und gelegentlich ein klein gehacktes hartgekochtes Ei. Sie begleitet insbesondere Fischknusperli, Roastbeef oder als Dip zu Gemüse hervorragend.
Cocktailsauce ist meist eine Mischung aus Mayonnaise und Ketchup, die mit Paprika, einem Spritzer Cognac oder Orangen- sowie Zitronensaft abgeschmeckt wird. Sie ist eine tolle Ergänzung zu Fondue Chinoise, Burgern, Meeresfrüchten und als Gemüse-Dip.
Die Remoulade ist eine Variante der Tartarsauce, die Sardellenfilets als besondere Zutat enthält. Mit Weißweinessig, Kapern und feingehackter Petersilie abgeschmeckt, passt sie hervorragend zu kaltem Braten, Fisch sowie Sandwiches.
Für Liebhaber exotischer Aromen bieten Currysaucen auf Mayonnaise-Basis eine cremige und würzige Alternative. Dazu wird die Mayonnaise mit reifer Banane, mildem Currypulver und Kurkuma gemischt, was besonders gut zu Geflügel und Schweinefleisch passt.
Diese Saucen fördern nicht nur geschmackliche Vielfalt, sondern bieten auch eine einfache Möglichkeit, verschiedene Gerichte individuell zu ergänzen. Gerade bei Fondue Chinoise und Bourguignonne sind Mayonnaisen-Saucen ein wesentlicher Bestandteil des Genusses.
Eine Liste der häufigsten Mayonnaise-basierten Saucen und ihrer Hauptzutaten:
- Tartarsauce: Mayonnaise, Essiggurken, Kapern, Zwiebeln, hartgekochtes Ei
- Cocktailsauce: Mayonnaise, Ketchup, Paprika, Cognac, Zitrus
- Remoulade: Mayonnaise, Sardellen, Kapern, Essig, Petersilie
- Currysauce: Mayonnaise, Banane, mildes Curry, Kurkuma

Leichte Mayonnaise und vegane Alternativen: Gesunde und abwechslungsreiche Optionen selbst herstellen
Viele Menschen möchten 2026 bewusst auf eine ausgewogene Ernährung achten, ohne dabei auf den Geschmack verzichten zu müssen. Gerade Mayonnaise, die als klassische Fett- und Kalorienbombe gilt, wird daher oft durch leichtere oder vegane Varianten ersetzt. Die Herstellung einer leichten Mayonnaise gelingt durch die Zugabe von Joghurt oder Quark, wodurch der Fettgehalt deutlich reduziert wird. So entsteht eine cremige Sauce, die frischer wirkt und hervorragend als Basis für Dips dient.
Ein besonders innovativer Weg der fettreduzierten Mayonnaise liegt in der Verwendung eines Kisag- oder Isi-Bläsers. Dabei werden Eigelb, Gemüsebouillon, ein wenig Öl und Essig zu einer leichten, schaumigen Emulsion verarbeitet, die als kalorienarmer Dip zu Fisch und Fleisch passt.
Für Veganerinnen und Veganer bietet sich die Mayonnaise-Alternative ohne Ei an. Hier werden Eigelb durch pflanzliche Zutaten wie Crème fraîche auf Pflanzenbasis oder sauren Halbrahm ersetzt. Noch ausgefeilter ist die vegane Mayonnaise aus fein gemahlenen Sonnenblumenkernen, die eine perfekte Emulsion bilden und eine geschmacklich vielseitige Basis darstellen.
Auch der Handel hat 2026 den Trend erkannt: In vielen Supermärkten ist bereits eine vegane „Free-From-Mayo“ erhältlich, die ohne Ei auskommt und sogar im Bereich der veganen Küche eine praktische Lösung darstellt.
Die nachfolgende Tabelle stellt die wichtigsten Unterschiede zwischen klassischer, leichter und veganer Mayonnaise gegenüber:
| Mayonnaise-Typ | Hauptzutaten | Fettgehalt | Besonderheiten |
|---|---|---|---|
| Klassische Mayonnaise | Eigelb, Öl, Senf, Zitronensaft | Hoch (ca. 24 g pro Portion) | Traditionell, reichhaltig, voller Geschmack |
| Leichte Mayonnaise | Eigelb, Joghurt/Quark, wenig Öl | Reduziert | Frischer, kalorienärmer, cremig |
| Vegane Mayonnaise | Sonnenblumenkerne, Pflanzencreme, Öl, Senf | Variabel, meist reduziert | Ohne tierische Produkte, vielseitig |
Die Herstellung von leichter oder veganer Mayonnaise verlangt etwas Übung, aber mit den richtigen Zutaten und Tipps gelingen diese Saucen genauso zuverlässig wie das klassische Original. So bleiben auch bei ernährungsbewussten Essern keine Wünsche offen.
Tipps und Tricks: So gelingt dir die Mayonnaise und die perfekten Dips mühelos selbst herstellen
Ein paar grundlegende Tipps helfen dabei, Mayonnaise und Dips mühelos und mit stets gutem Ergebnis zuzubereiten. Das Wissen um Temperatur, Technik und Zutaten ist der Schlüssel zum Erfolg.
Wichtigste Tipps im Überblick:
- Frische Zutaten: Verwenden Sie nur frische Eier und kontrollieren Sie deren Qualität mit dem Wassertest (Ei sinkt bei Frische zu Boden).
- Zutaten auf Raumtemperatur: Kalte Zutaten können die Emulsion zum Gerinnen bringen – lassen Sie alle Komponenten etwa 30 Minuten vor der Verarbeitung akklimatisieren.
- Langsames Öl-Eingießen: Beginnen Sie mit tropfenweisem Zugießen des Öls und rühren Sie kräftig, ehe Sie es in dünnem Strahl fortsetzen.
- Notfallplan Pannenhilfe: Geronnene Mayonnaise lässt sich retten, indem Sie in einer zweiten Schüssel etwas Senf geben und die Masse langsam unterrühren.
- Variationen probieren: Experimentieren Sie mit Kräutern, Gewürzen, Zitronen- oder Orangenschale, um individuelle Dips zu schaffen.
- Kühllagerung: Selbstgemachte Mayonnaise sollte zügig verwendet und im Kühlschrank maximal 1-2 Tage aufbewahrt werden.
- Stabmixer als Helfer: Ein Stabmixer kann die Herstellung erheblich vereinfachen und beschleunigen.
Es empfiehlt sich, bei ersten Versuchen das klassische Rezept Schritt für Schritt zu befolgen und erst mit gesichertem Erfolg mit Eigenkreationen zu experimentieren. Je öfter die Basis hergestellt wird, desto leichter fällt der Einstieg und desto schneller gelingen auch umfassendere Variationen und ausgefeilte Dips.
Hausgemachte Mayonnaise und Dips machen nicht nur Spaß beim Kochen, sondern bieten als Ergebnis frische, geschmackliche Highlights, die den Unterschied auf dem Teller ausmachen und jederzeit für Freude sorgen.

Wie verhindere ich, dass meine Mayonnaise gerinnt?
Achten Sie darauf, dass alle Zutaten Zimmertemperatur haben und fügen Sie das Öl langsam tropfenweise unter ständigem Rühren hinzu. Falls die Mayonnaise doch gerinnt, kann sie mit etwas Senf in einer neuen Schüssel mit dem Stabmixer gerettet werden.
Wie lange ist selbstgemachte Mayonnaise haltbar?
Da rohe Eier verwendet werden, sollte die Mayonnaise im Kühlschrank aufbewahrt und innerhalb von 1 bis 2 Tagen verbraucht werden. Ein säuerlicher oder unangenehmer Geruch ist ein Zeichen, dass sie nicht mehr gut ist.
Kann man Mayonnaise auch ohne Ei herstellen?
Ja, vegane Mayonnaise wird häufig mit fein gemahlenen Sonnenblumenkernen oder mit Crème fraîche auf Pflanzenbasis hergestellt. Diese Alternativen sind besonders für Allergiker und Veganer geeignet.
Welche Ölsorte ist am besten für Mayonnaise geeignet?
Neutrale Öle wie Sonnenblumen- oder Rapsöl sind ideal, da sie den Geschmack nicht überdecken. Aromatische Öle wie Walnuss- oder Sesamöl können für besondere Variationen verwendet werden, sollten aber sparsam eingesetzt werden.


